Die "Verletzten"
"Mir geht es besser, wenn mich jemand in die Decke wickelt!"

Jakob spielt einen Verletzten
nach der Verpuffung in einem
Chemieraum.
Mit Ketchup ist es nicht getan bei einem Bundeswettbewerb. Blut an Armen, Hals und im Gesicht sieht auch aus wie echtes Blut. Brandblasen sind zwar aufgemalt, aber einfach mal draufdrücken würde niemand, der es nicht weiß. Und wenn die Helfer an die Station kommen, sehen sie zum Beispiel eine Schürfwunde, die wirkt als sei der Verletzte wirklich gerade über den Asphalt geschliddert.
Einen Tag lang zu schauspielern ist anstrengend. Die 93 Darsteller der Lotus-Gruppe aus den Niederlanden, der Bloody Maltis aus Bad Honnef und der freiwilligen Schauspieler aus der Malteser Jugend haben nicht nur gute Schminke, sondern auch viel Übung.
Jakob Lehnert, 16, spielt einen Verletzten nach der Verpuffung in einem Chemieraum. Seine Arme sind wegen der Verbrennungen rot, sein Gesicht verrust. Er hustet ständig. Es ist sein erster „großer Auftritt“. Drei Module in der Ausbildung der Bloody Maltis hat er durchlaufen. In der Pause zwischen zwei Gruppen schnappt er sich eine Cola und ein Salami-Brötchen. Er findet es Klasse, dass er sich in die Person eines Verletzten versetzen kann.
„Der Verband am Kopf war zu stark, mit echter Brandblase hätte es verdammt weh getan wahrscheinlich.“ Und: „Mir geht es besser, wenn mich jemand in die Decke wickelt und mich aufsetzt, als dass man mich auf dem Boden liegen lässt.“
Das Fernseh-Team des SWR hat Freude an einem Darsteller aus den Niederlanden: „Er hat so eine Platzwunde am Kopf und sagt, er schaupielert, weil es Sinn macht – Klasse!“

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